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BAuA-Gutachten: Elektromobilität birgt keine unbekannten Risiken für Beschäftigte

Dienstag, 20. März 2012 um 11:03

BAuA-Gutachten: Elektromobilität birgt keine unbekannten Risiken für Beschäftigte

Spätestens seit der Verabschiedung des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“ durch die Bundesregierung im Jahre 2009, ist der Startschuss für die Entwicklung von serienreifen Elektro- und Hybridfahrzeugen gefallen. Nun stehen die ersten E-Modelle kurz vor der Marktreife und können produziert werden. Höchste Zeit die neue Technologie auch in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz unter die Lupe zu nehmen.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat deshalb jetzt in einem Gutachten die Auswirkungen dieser technologische Entwicklung auf den Arbeitsschutz untersuchen lassen und kommt zu einem beruhigenden Ergebnis.

Pressemeldung BauA

Nach dem Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung sollen sich künftig deutlich mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge im Verkehr bewegen. Die dafür notwendige Einführung der neuen Technologie birgt keine unbekannten Risiken für Beschäftigte in Produktion, Wartung und Entsorgung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat.

 „Mittel- bis langfristig besteht kein außergewöhnlicher oder spezifischer Handlungsbedarf für den Arbeitsschutz“, sagt BAuA-Experte Tobias Bleyer. „Zwar muss man mit Risiken durch höhere Spannungen und neue Gefahrstoffe rechnen. Diese lassen sich aber durch die konsequente Umsetzung bestehender Sicherheitsanforderungen bewältigen.“

Der Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität soll Deutschland zum Leitmarkt für diese Technologie machen. Dazu sollen mindestens eine Million Elektrofahrzeuge zugelassen werden. Die BAuA gab ein Gutachten in Auftrag, um die Folgen der Technologie auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz abzuschätzen. Das Gutachten berücksichtigt die unterschiedlichen Entstehungsphasen des Produkts ebenso wie die betroffenen Unternehmensgruppen. Anhand dreier Szenarien (pessimistisch, neutral, optimistisch) der Entwicklung von Elektromobilität betrachtet der Bericht die Auswirkungen auf vier exemplarisch ausgewählte Bereiche des Produktlebenszyklus. Eine umfangreiche Literaturrecherche und Expertenbefragungen bei Zulieferern, Herstellern, Werkstätten und Verwertern bildeten die Grundlage für die Bewertung.

Außer einem Mehraufwand an Qualifikation besteht für die Produktion, Einbau und Entsorgung kein besonderer Handlungsbedarf für den Arbeitsschutz, so das Gutachten. Wichtig ist aber, dass mögliche Gefährdungen, die bislang in dieser Branche weniger bedeutsam waren, beispielsweise Hochspannung oder Gefahrstoffe wie Lithium, erkannt werden. Bestehende Anforderungen und Handlungsempfehlungen müssen entsprechend angepasst und von den Betrieben konsequent umgesetzt werden.

Der ausführliche Bericht lässt sich als PDF auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hier herunterladen.

Quelle: BAuA / dr

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